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Ablauf einer Blutspende

Einleitung

Blutspendern ist das Verfahren bereits bekannt. Wer jedoch zum ersten Mal spendet oder noch nicht ganz entschlossen ist, hat wahrscheinlich viele Fragen oder auch Bedenken. Was passiert bei einer Blutspende eigentlich genau? Wie lange dauert sie? Was muss ich beachten?

Um Ihnen Ihre Entscheidung etwas zu erleichtern, stellen wir Ihnen nachfolgend die einzelnen Stationen einer Blutspende vor und hoffen, auch Sie bald bei einem unserer Blutspendeter­mine begrüßen zu dürfen.

1. Begrüßung und Anmeldung

Foto: Frau wird von einer DRK-Mitarbeiterin bei der Blutspende empfangen.
Foto: D. Ende / DRK

Bevor es losgeht, benötigen wir von Ihnen noch Ih­ren Namen und Ihre Adresse sowie ein gültiges Per­sonaldokument.
Mehrfachspender weisen sich bitte mit einem der folgenden Dokumente aus:

  • Unfallhilfe- und Blutspenderpass
  • gültigen amtlichen Personaldokument mit Lichtbild und Unterschrift (z.B. Personal­ausweis, Reisepass, Führerschein)
  • Schüler-/ Studentenausweis mit Lichtbild und Unterschrift

Erstspender weisen sich bitte mit einem der fol­genden Dokumente aus:

  • gültigen amtlichen Personaldokument mit Lichtbild und Unterschrift (z.B. Personal­ausweis, Reisepass, Führerschein)
  • Schüler-/ Studentenausweis mit Lichtbild und Unterschrift

2. Ausfüllen des Fragebogens

Foto: Ein DRK-Mitarbeiter misst vor einer Blutspende die Körpertemperatur einer jungen Frau an ihrem Ohr.
Foto: D. Ende / DRK

Wer Blut spenden möchte, muss gesund sein. Das ist Grundvoraussetzung – zu Ihrem Schutz und zum Schutz der Empfänger. Um Ihre gesundheitliche Vorgeschichte zu beurteilen, sind eine Reihe von Fragen zu beantworten.

Nehmen Sie sich Zeit für das Ausfüllen des Frage­bogens. Sollte etwas unklar sein, lassen Sie das ent­sprechende Feld frei. Sie haben Gelegenheit, offene Punkte mit dem Arzt zu klären.

3. Messung von Blutfarbstoff und Körpertemperatur

Foto: Ein Arzt und Spenderin bei der Anamnese vor einer Blutspende.
Foto: D. Ende / DRK

An der nächsten Station erfolgt ein kurzer Gesund­heits-Check. Wir bestimmen zunächst die Konzent­ration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin, Hb-Wert) im Blut, sodass auch nach der Blutspende Ihr Körper selbst noch ausreichend Reserven für den Sauerstofftransport hat.

Ein winziger Tropfen aus Ohrläppchen oder Finger­kuppe reicht dafür aus. Außerdem messen wir Ihre Körpertemperatur, um einen möglicherweise begin­nenden Infekt auszuschließen. 

4. Ärztliche Untersuchung

Foto: Eine Blutspenderin liegt bei Blutentnahme auf einer Liege.

Unser Arzt misst nun zusätzlich noch Ihren Puls und Ihren Blutdruck. Wenn alle Befunde komplett sind, bespricht er die Werte und den Fragebogen mit Ihnen. Dieses Gespräch wird natürlich streng ver­traulich behandelt.

Sollte Ihr derzeitiger Gesundheitszustand keine Blutspende erlauben, werden Sie zunächst einmal zurückgestellt. Unser Arzt erläutert Ihnen die Gründe hierfür und empfiehlt Ihnen gegebenenfalls einen Hausarztbesuch.

Ist alles in Ordnung, steht einer Blutspende nichts mehr im Weg. 

5. Vertraulicher Selbstausschluß und Materialübergabe

Foto: Ein Tisch mit Obstspießen und anderen Lebensmitteln sowie ein Teller mit den Händen einer Frau, die isst.
Foto: D. Ende / DRK

Sind Sie nicht sicher, ob Ihr Blut an Patienten wei­tergereicht werden sollte, können Sie sich gegen eine Weitergabe Ihrer Blutspende entscheiden. Ein Selbstausschluss bietet Ihnen dazu die Möglichkeit – vertraulich, diskret und anonym! Ihr Blut wird in dem Fall nicht an Patienten weitergegeben. Wie Sie sich auch entscheiden – Ihr Blut wird in jedem Fall untersucht!

Jede Spenderin und jeder Spender erhält von uns Untersuchungsröhrchen und ein Blutbeutelsystem. Die Materialien sind mit einem Strichcode versehen, um eine Verwechslung auszuschließen.

6. Spendebereich

Um Verwechslungen auszuschließen, fragen wir Sie zur Sicherheit vor der Blutentnahme noch einmal nach Ihrem Namen und Geburtsdatum.

Zur Blutentnahme verwenden wir ausschließlich steriles Einwegmaterial - eine Infektion z.B. mit dem HI-Virus ist ausgeschlossen! Sie können also ganz beruhigt sein!

Innerhalb der nächsten 5 bis 10 Minuten werden Ihnen ca. 500 ml Blut entnommen.

7. Ruhebereich

Nach dem Entfernen der Punktionsnadel legen wir Ihnen ein Pflaster oder auf Wunsch auch einen Ver­band an. Beides sollten Sie etwa 1 bis 1 ½ Stunden am Arm belassen.

Entspannen Sie nach der Spende noch einige Minu­ten und drücken Sie fest auf die Punktionsstelle, damit der Einstich nicht nachblutet und sich keine blauen Flecken bilden. 

8. Imbiss

Jetzt heißt es auftanken!

Hierzu steht ein Imbiss aus schmackhaft zubereiteten Speisen, Heiß- und Kalt- getränken für Sie bereit.

Unser Tip: Trinken Sie reichlich! Das hilft Ihrem Körper, den Flüssigkeitsverlust schnell auszugleichen. Alkohol sollten Sie aber nicht konsumieren.

Wir empfehlen Ihnen außerdem, wäh­rend der ersten Stunde nach der Spende auf das Rauchen zu verzichten.

9. Nach der Spende

Während Sie Ihren normalen Tagesablauf fortsetzen, geht für den Blutspendedienst die Arbeit weiter: Noch in der Nacht und morgen früh wird Ihr Blut bei zahlreichen Laboruntersuchungen getestet. Sollte unser Labor dabei von der Norm abweichende (auf­fällige) Befunde feststellen, werden Sie von uns in­formiert.

Als Erstspender erhalten Sie nach etwa 10 Tagen Ihren Unfallhilfe- und Blutspenderpass per Post di­rekt nach Hause. In diesem Pass sind wichtige Daten zu Ihrer Blutgruppe vermerkt. Tragen Sie ihn also immer bei sich! 

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