Ein Abend für Zusammenhalt und Hilfe in Burgdorf
Am Abend der Allianzgebetswoche wurde in Burgdorf ein Gottesdienst gefeiert, der so gut besucht war, dass der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Gastgeberin war die katholische Gemeinde, durch den Abend führte Angelika Wirz. Rüdiger Nijenhof war als Impulsredner eingeladen und sprach außerdem als Vorsitzender unseres Ortsvereines.
Einen Eindruck davon, was Hilfe vor Ort konkret bedeutet, vermittelte anschließend Brigitte Grabietz, die Leiterin unserer DRK-Kleiderkammer. Sie berichtete, wie die Arbeit organisiert ist und welche Herausforderungen die Ehrenamtlichen derzeit stemmen müssen. Sieben Mitglieder des Teams waren an diesem Abend mit dabei und standen im Anschluss auch für Gespräche zur Verfügung. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich direkt zu informieren und mehr über die Abläufe in der Kleiderkammer zu erfahren.
Für das Team war es eine besondere Erfahrung, die eigene Arbeit in diesem Rahmen vorstellen zu können und dabei spürbare Wertschätzung zu erleben. Musikalisch wurde der Abend durch zwei Gitarren begleitet, dazu kam Gesang, der die Atmosphäre geprägt hat.
Am Ende des Gottesdienstes wurde eine Sammlung zugunsten der DRK-Kleiderkammer durchgeführt. Dabei kamen rund 400 Euro zusammen.
Brigitte Grabietz nutzte ihren Beitrag auch, um die aktuelle Lage offen anzusprechen. Die Lagerräume sind voll, die Bestände ausgelastet und die Annahme von Kleiderspenden musste deshalb vorübergehend gestoppt werden. Hintergrund ist eine Krise auf dem Markt der Textilverwertung. Mehrere Verwertungsunternehmen sind insolvent geworden, gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen und Kosten für Weiterverarbeitung und Entsorgung verschärft. Weil ein Teil der Kleidung nicht mehr brauchbar oder stark verschlissen ist, kann der unbrauchbare Anteil im Moment nicht wie gewohnt fachgerecht entsorgt werden, wodurch zusätzliche Kapazitäten blockiert werden.
Trotz des Annahmestopps bleibt die wichtigste Aufgabe gesichert. Bedürftige werden weiterhin aus den vorhandenen Beständen unterstützt, die Ausgabe läuft wie gewohnt. Für die Ehrenamtlichen bedeutet das allerdings keine Entlastung, im Gegenteil. Sortieren, Organisieren und Ausgeben der großen Mengen an Kleidung bringen weiterhin viel Arbeit mit sich. Umso mehr ist die Unterstützung aus der Stadtgesellschaft ein starkes Zeichen dafür, dass diese Arbeit gesehen wird und Rückhalt hat.